_______________________________________


März 2021>>

Memento Mori

30.03.2021

Was vom Leben bleibt ...

.. wenn dieses ein Ende hat, ist Hülle, Schale und Form. Der französische Begriff nature morte beschreibt meine derzeitige Arbeit sicher besser als die Begriffe Stillleben oder Still Life. Seit Anfang Februar beschäftigt mich dieses Thema, welches ich mittels Fundstücken und Requisiten aus meinem reichhaltigen Fundus im Studio visualisiere.

Zum Einsatz kommen eine MF-Kamera und die entsprechende Standardbrennweite bei Blende 2.8 bei einer Empfindlichkeit von ISO64. Um der gewünschten Bildsprache gerecht zu werden, gestaltet sich die Technik in Form einer pedantischen Motivplatzierung und Ausleuchtung, sowie das Festlegen der absoluten Schärfenebene als äusserst aufwändig und zeitintensiv. Was das Ganze zu einer Art Zen-Übung macht und damit die Arbeit vielleicht dem Kern dieser bildnerischen Umsetzung näher rückt, als das Ergebnis selbst.

Unten gibt es eine kleine Auswahl der bisherigen Arbeiten zu sehen. Der Bildwirkung wegen, diesmal vergrößerbar. Sollte die Serie je einen Abschluss finden, folgen weitere Arbeiten.


Neu im März >>

Editorial: No Country For Old Men >>

_______________________________________


Februar 2021>>

Nasentrompeter

26.02.2021

Das Freiburger Münster vor 30 Jahren

Aus aktuellem Anlass beschäftige ich mich seit Anfang Februar zum zweiten Mal in meinem beruflichen Schaffen mit dem Freiburger Münster. Im Jahr 1991 war ich über einen Zeitraum von 10 Monaten unentwegt in, auf und um dieses prachtvolle Bauwerk mit zwei der legendären F3s zu Gange, was zu einem noch heute existierenden Bildarchiv von über 6000 Dias führte. Hieraus entstand das erste Münsterplakat Freiburgs und eine über die Grenzen Freiburgs hinaus gebuchte audiovisuelle Show, die mir den Ruf des Münsterfotografen einbrachten.

Natürlich war ich bereits damals auf die Unterstützung der Münsterbauhütte, des Ordinariats und des damaligen Turmwarts angewiesen, um zu sonst nicht zugänglichen Bereichen zu gelangen, dennoch ist es heute deutlich schwieriger, an den Großteil der nicht augenfälligen Motive zu kommen: das Hauptportal ist nur noch von innen zugänglich, viele Bereiche sind coronabedingt gesperrt, die Nordseite ist zu großen Teilen eingerüstet und die vielerorts angebrachten Vogelschutzgitter machen einen ungehinderten Blick auf viele Details gar nicht mehr möglich. 

Am Beispiel des Nasentrompeters im Hauptportal wird das besonders deutlich: die oben gezeigte Aufnahme lässt sich so heute gar nicht mehr machen, Drähte und Schutzgitter sind hier einfach im Weg. Ausserdem fast legendär: die vom Schloßberg aus gemachten Halbtotalen des Münsters sind komplett gerüstfrei.

Unten gibt es ein kleine Auswahl von digitalisierten Dias. Für die Tech-Freaks: Nikon F3 mit den Brennweiten 24, 50, 105 und 200 mm auf Kodachrome 64.

_______________________________________


Januar 2021>>

Keine Knipser

23.01.2021

Berufsfotografie vor 15 Jahren

Aus den Tiefen des Datenarchivs aufgetaucht: Die Standortbestimmung von Berufsfotografen aus dem Jahr 2006 in Form einer Abschlussarbeit zweier Hochschulabsolventen. Kollegen und ich aus dem Südwesten Deutschlands wurden zum Status Quo der beruflichen Fotografie interviewt. Schon damals war der Einblick in die Arbeit und Herangehensweise der Kollegen interessant,- aus heutiger Sicht kommt noch der Faktor von sich bewahrheiteten (oder auch nicht) Entwicklungen, Prognosen, Befürchtungen und Chancen hinzu. Zumal genau zu dieser Zeit der stärkste Umbruch von konventioneller zu digitaler Fotografie im professionellen Bereich stattfand.

Unbedingt lesenswert. Vielen Dank an die damaligen Absolventen und Autoren Benjamin Blankenburg und Stefan Herzet.

zur gesamten Publikation geht´s hier (pdf)
zum Ausschnitt meiner Arbeit geht´s hier (pdf)

_______________________________________


Januar 2021>>

Hundeleben

14.01.2021

Mit Charlie im Studio

Die durchweg positiven Rückmeldungen zur Erstausgabe von BARK haben zur Arbeit an der zweiten Ausgabe animiert. Es werden noch dringend gute Hundeportraits benötigt. Mit Charlie, lebender Animationshilfe, reichlich Hundekeksen und einem ordentlichen Weitwinkel geht’s im Studio an die Arbeit. Der Hund übertrifft, wie immer, alle Erwartungen und wir bekommen äusserst überzeugende Ergebnisse.

Mehr davon nach der Drucklegung in wenigen Wochen.

_______________________________________

Dezember 2020>>

Gruss & Dank

09.12.2020

Trotzdem: Schöne Weihnachten

Die Gestaltung der diesjährigen Gruss- und Dankeskarte für Kunden und Geschäftspartner fällt aufgrund der alles beherrschenden Pandemie leicht. Die Aufrechterhaltung und Pflege der Kommunikation ist in diesen Zeiten besonders wichtig und ich bin dankbar, wirtschaftlich nicht an den Rand geschäftlicher Existenz gedrängt worden zu sein. Dies sollen meine Kunden wissen und sehen.

Nach kurzer Suche in den Requisitenkisten wird das Thema im Studio umgesetzt und anschliessend grafisch und sprachlich zu einer Faltkarte für den Druck aufgearbeitet. Drucklegung und Versand erfolgen dank zuverlässiger Lieferanten innerhalb weniger Tage, so dass die Karten pünktlich zum 20.12. bei allen Adressaten im In- und Ausland eintreffen.

_______________________________________

Dezember 2020>>

Stillleben

06.12.2020

Klassiker

Durch die bedauernswerte Auflösung eines Bildhauer- & Steinmetzateliers in der Nachbarschaft, bin ich in den Besitz eines Teilabgusses von Michelangelos sterbendem Sklaven gelangt. Dieser ziert nun mein Studio und wollte sich gleich abgelichtet wissen. So mag der Besitz, wie vielleicht auch das Andenken des Bildhauers erhalten bleiben. Vielen Dank, lieber Nachbar.

_______________________________________

November 2020>>

Kundendienst

16.11.2020

Guter Wein. Gute Arbeit.

Die Lancierung des neuen Schaumweins eines Kunden ist fertiggestellt. Zunächst wurden Packshots für die Platzierung im Webshop erstellt, anschliessend ging es an die Mood-Aufnahmen für Print- und Onlinewerbung, an Text, grafische Arbeiten und die Datenaufbereitung für den Druck. Pünktlich zum gewünschten Termin wurde geliefert und die Kampagne konnte erfolgreich gestartet werden. 

_______________________________________

November 2020>>

Bildersturm

Ikonoklasmus


Ein lesenswerter Artikel zum Thema am Beispiel der Wiederauflage eines Bildbandes des Fotografen Gian Butterini von 1969 war in der Oktober-Ausgabe von PHOTONEWS zu finden.

Zum Online-Artikel des Schriftstellers Ulf Erdmann Ziegler "Der Wunsch, ein Motiv zu suchen. Der Kulturkampf erreicht die Archive und Verlage. Ein Weckruf" und der nachgeführten Online-Diskussion zum Thema geht’s hier.


02.11.2020






_______________________________________

Oktober 2020>>

Portfolio

21.10.2020

Die grosse Schwarze

Für einen Artikel über nichtdigitale Profikameras müssen Aufnahmen gemacht werden. Da es sich dieses Mal um die Mamiya RB67 handelt und ich selbst im Besitz dieses Biestes bin, habe ich genügend Zeit und Muse, mir diese im Studio vorzuknöpfen. Durch markant gesetzte Lichtakzente, sowie die Eigen-farben des Motivs und des Hintergrundes erscheinen die Aufnahmen zunächst als Schwarz-Weiss. Erst im Detail sind sie als Farbaufnahmen erkennbar.

Mit dieser Kamera wurde übrigens die Mehrfachbelichtung der Hand, die den Not-Aus-Knopf betätigt (siehe März 2020), sowie das SW-Portrait im Jahr 1989 gemacht.

_______________________________________

Oktober 2020>>

135

04.10.2020

Schwarzweisswald

Mit der Nikon FA einen Nachmittag an die Wutach. Bedeckter Himmel und nasser Boden. Ein SW-Film, ISO 400/27 DIN, 135/36 Aufnahmen. Zum Einsatz kommen eine Normalbrennweite mit f1.4 und ein starkes Weitwinkel mit f2.8, sowie der Gossen Lunasix F und Gummistiefel. Push-Entwicklung mit anschliessendem Scannen. Alleine die Geräusche des hochklappenden Spiegels und des Auslösers erzeugenden Flashbacks der besonderen Art und ich habe mich mehrfach dabei ertappt, den Weitertransport des Films und das damit verbundene Spannen des Verschlusses vergessen zu haben.

_______________________________________

September 2020>>

Leave no one behind

20.09.2020

Corona III

Corona Diary: leave no one behind. Zum vormaligen Ausnahme- und derzeitigen Regelzustand ist eine Bildreihe in Deutschland, der Schweiz und dem Grenzgebiet zwischen beiden Ländern entstanden.

Zu einer Auswahl geht es hier. 

_______________________________________


August 2020>>

Technik

15.08.2020

135

Auch die positiven Auswirkungen der Pandemie sollen erwähnt sein: mit gut gelagerten 135er Filmen aus der prädigitalen Ära, dem hervorragenden Nikkor 50mm/f1.4, das mittlerweise über 40 Jahre auf dem Buckel hat und einer frisch erworbenen FA in sehr gutem Zustand greife ich zurück auf meine fotografische Sozialisation und ziehe los.

Hierbei geht es nicht um Vintage-Look oder Nostalgie, vielmehr ist es die Freude über die Robustheit des Systems, den fehlenden Autofokus und die tatsächlich entschleunigte Vorgehensweise der Fotografie. Und die Tatsache, dass es für gute Aufnahmen weder Megapixel, Bildstabilisatoren oder Apps braucht.

Ergebnisse gibt’s im Oktober zu sehen. 

_______________________________________


Juli 2020>>

Portfolio

19.07.2020

Hidden Nudes

Nach der pandemiebedingten Unterbrechung nehmen wir die Arbeit an unserem Langzeitprojekt Hidden Nudes, an dem seit einem Jahr gearbeitet wird, wieder auf.

Als Anspielung auf die derzeit angesagte neue Prüderie und Kontrapunkt zu der damit vorwiegend auf social media einhergehenden Zensur selbst anerkannter Werke aus Fotografie, Malerei und Grafik, bleibt auch bei den neuen shootings das Posing vollständig dem Modell überlassen. Setting, Requisite und Technik werden nach immer ähnlichem Muster vorgegeben, alles andere wird durch das Modell selbst bestimmt. Unten gibt es drei Bildausschnitte von Making Offs zu sehen.

Die Serie wird fortgesetzt.   

_______________________________________


Juni 2020>>

Kundendienst

22.06.2020

Aus dem fotografischen Alltag

Electronic Partner EP aktualisiert und personalisiert seinen Aussenauftritt mit dem Ziel, lokale Betriebe nach dem Lockdown in die Wahrnehmung seiner Kunden zurückzuführen.

Der lokale Geschäftsführer ruft an, wir machen einen Termin, besprechen die gewünschte Bildsprache des Unternehmens und legen sofort los mit dem Shooting. Um den Grafikern die Arbeit zu erleichtern, schiessen wir gleich Freisteller.

Job erledigt. Danke für den Auftrag.

Eine der Studioaufnahmen ...
... und so sieht´s der Kunde

_______________________________________


Mai 2020>>

Auf den Hund gekommen

02.05.2020

Corona II

BARK, die Erstausgabe unseres neuen Hundemagazins ist pünktlich zum Wonnemonat Mai erschienen. 40 Seiten prall gefüllt mit Fotografien, Infos und Reportagen, die keinen interessieren. Ein Blick in die kostenlose Online-Ausgabe lohnt sich dennoch.

_______________________________________


April 2020>>

Kundendienst

26.04.2020

Das sind die besten Jobs

Einer meiner Kunden, ein internationales Unternehmen im Bereich Investitionsgüter, für das ich seit Jahren arbeite, benötigt die Visualisierung des Slogans für das Jahresmeeting 2020. Ich werde hinsichtlich Bildsprache, Liefertermin, Verwendungsoptionen und Realisierbarkeit gebrieft. Anschliessend beginnt die Kopfarbeit, das Hirnstürmen und die skizzenhafte Visualisierung.

Nach der Aufstellung der benötigten Requisiten, Modelle etc. und dem obligatorischen Besuch im Baumarkt werden Konstruktionen entworfen, gezimmert und gebaut. Es wird gesprungen, geflucht und Probeschüsse gemacht. Immer dabei: Charlie.

Der zweite Bildvorschlag überzeugt den Kunden und wird ausgearbeitet. Durch die sorgfältige Vorbereitung beschränkt sich die Postproduktion auf geringfügige Retuschearbeiten, Standardoptimierungen und die Wahl verschiedener Bildausschnitte. Ein typisches Beispiel für die erfolgreiche Visualisierung eines Slogans nach Kundenvorgabe, ohne dass dieser auf die sich stets wiederholende Bildsprache von Agenturbilder zurückgreifen muss. Ergebnisse gibt’s unten zu sehen. Das diesjährige Motto des Kunden lautet übrigens: jump the fence.

_______________________________________


März 2020>>

Negativ > Positiv

15.03.2020

Corona I

In schlechten Zeiten das Beste machen: wieder einmal geht es an die Digitalisierung von Filmmaterial aus prädigitalen Zeiten. Im Archiv befinden sich ca. 35.000 Kleinbild- und Mittelformatnegative mit entsprechenden Kontaktbögen, sowie weit über 12.000 Diapositive. Zeitraubend ist nicht nur der Digitalisierungsprozess,- vielmehr die richtige Auswahl zu treffen und dabei nicht in nostalgisches Stöbern zu verfallen, verlangen echte Disziplin.

Befriedigend ist die Feststellung, wie sich Themen, Herangehensweisen und meine Bildsprache im Laufe von 30 Jahren Fotografie verändert und entwickelt haben. Einiges würde ich heute nicht mehr so umsetzen, vieles sieht noch heute überzeugend aus. Was ich bedaure, ist der nahezu gänzliche Verlust des haptischen Bildes, des echten fotografischen Abzugs. Eine noch so hochauflösende Monitordarstellung von Bilddateien erreicht einfach nicht die Wahrnehmungsqualität einer hochwertigen Vergrösserung auf bspw. Barytpapier.

Eine kleine Auswahl von Auftrags- und freien Arbeiten aus den späten 80er- und 90er-Jahren gibt es unten zu sehen. Aufgenommen wurde mit Mamiya RB67, Hasselblad 500 und Nikon F3 auf Kodak Ektachrome 100 und T-Max 100 Roll- und Kleinbildfilm. 

Wer & Wo
  • Johannes Eules Fotografie
  • Leebenstrasse 34
  • 8215 Hallau
  • Switzerland
Kontakt

Made with Mobirise - Get now